Historie
 

Herzlich Willkommen, in Lüneburgs ältestem Gartenbaubetrieb.
Nicht alles in unserer Familien- und Firmengeschichte hat ausschließlich mit Blumen und Pflanzen zu tun, wenngleich der Gärtnerberuf bis heute 6 Generationen miteinander verband.

 


Johann Heinrich Daniel Wrede

Daniel Wrede

 

 

 

An der Straße nach Reppenstedt erwarb mein Ur- Ur- Urgroßvater Johann Heinrich Daniel Wrede ein Grundstück von einem Morgen und 36 Quadratruten.
Die Lage ist im Kaufvertrag von 1831 bezeichnet: nördlich von der Heerstraße, östlich vom Klostergarten und Augustinsgarten, südlich von Knüttels- Siemssen und Meiers Gärten und westlich von Klosterländereien begrenzt.Pflanzenzucht, Samenhandel und der Verkauf der eigenen Erzeugnisse auf dem Lüneburger Wochenmarkt waren die Erwerbsquellen des jungen Betriebes.

 
Heinrich Wrede übernahm 1866 als relativ junger Mann mit 30 Jahren die Verantwortung. Fast ein halbes Jahrhundert sollte ihm gegeben sein, aus der kleinen Gärtnerei ein Unternehmen von internationaler Bedeutung zu  entwickeln.
Erfolge auf den Weltausstellungen in Paris, Wien und Brüssel, wehten die Lüneburger Stiefmütterchenzüchtungen auf viele Kontinente.
Das Stiefmütterchen wurde die Wrede´sche Visitenkarte. Exakt 188 Medaillen und andere Auszeichnungen zeugen von den herausragenden Leistungen des Züchters. Heinrich Wrede gelang es, das Stiefmütterchen zur Weltgeltung zu bringen. In den Parks von Sanssouci, vor dem berühmten Berliner Luxushotel Adlon blühten Heinrich Wredes Stiefmütterchen ebenso wie in den Kaiserlichen Gärten. Doch damit war das Lebenswerk Heinrich Wredes, der bald Kaiserlicher Hoflieferant wurde, nicht allein gekrönt. Stiefmütterchen aus Lüneburg machten ebenso Furore in Moskau und dem damaligen Petersburg, fanden Liebhaber in den USA, Australien und Neuseeland.   Aus dieser Zeit zeugen noch heute zahlreiche Urkunden und ein goldenes Relief als Zeichen des königlich- kaiserlichen Hoflieferanten in unserem Geschäft. Auch mit Veilchen-Sämlingen, Spargeljungpflanzen und Maiblumen errang Heinrich Wrede zahlreiche Auszeichnungen.
Erst mit 76 Jahren zog sich Heinrich Wrede zurück und überließ seinen Sohn Hermann die Führung des Betriebes.


Heinrich Wrede

 


Hermann Wrede

Hermann Wrede sah seine Aufgabe vor allem darin, das vom Vater übernommene Erbe zu wahren und sorgsam zu verwalten. Das Stiefmütterchen stand auch in dieser Generation im Mittelpunkt.
Trotz der mit der Führung eines solchen Unternehmens verbundenen Aufgabenfülle fand Hermann Wrede Zeit die ebenfalls ererbte Musikalität auf ganz besondere Weise einzusetzen.  Als Glockenkenner und Forscher sollte er in Fachkreisen bald einen exzellenten Ruf haben. Sein besonders feines musikalisches Gespür lies ihn zum Berater namhafter Glockengießereien werden.
Das Glockenspiel der Lüneburger St. Michaelis Kirche entstand nicht nur durch seine Initiative und die Spende zahlreicher Mitbürger. Hermann Wrede legte auch selbst Hand an, indem er von der Tonlage über die Inschriften und die Gesamtgestaltung bis hin zum eigentlichen Glockenguss maßgeblich beteiligt war.
Die über sein irdisches Leben hinausgehende Bedeutung würdigte der Rat der Stadt Lüneburg mit der Widmung des “Herman Wrede Weg“ in der nähe seiner Gärtnerei.

 

Wilhelm Wrede setzte die Gartenbautradition seiner Vorfahren in vierter Generation fort.  Wilhelm Wrede schuf ein weiteres Standbein mit der Anzucht von Alpenveilchen.
Neben der ererbten Liebe zur Musik fand Wilhelm Wrede den Weg zur Philatelie.
Eine Sammlung zur Lüneburger Postgeschichte von 1600 bis ca. 1980 wurde von ihm zusammengetragen. Zahlreiche Auszeichnungen auf Ausstellungen in Deutschland und in Westeuropäischen Ländern unterstreichen die Bedeutung der Sammlung.

 


Wilhelm Wrede

 

Hans Jürgen Wrede

 

Von 1977 bis 2000 war Hans Jürgen Wrede für den Gartenbaubetrieb verantwortlich. Da im Wandel der Zeiten die Produktion und der Versand von Samenkörnern nicht mehr rentabel war, verlagerte Hans Jürgen Wrede den Schwerpunkt des Unternehmens auf die Produktion von Topf-, Beet- und Balkonpflanzen.
Zum 150-Jährigen Jubiläum wurde die Gebäudefläche auf 2000m² erweitert, die Gewächshäuser modernisiert und ein neues großzügiges Blumenfachgeschäft errichtet.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Ursula erweiterte Hans Jürgen Wrede ständig das Sortiment an Topf- und Schnittblumen, Gartenpflanzen und dem nötigen Zubehör.

 

Am 1.1.2000 übernahm Martin Wrede nunmehr in der sechsten Generation die Leitung des Gartenbaubetriebes.
Der Linie seines Vaters folgend begann Martin Wrede sogleich das Angebot und die Verkaufsfläche nochmals zu erweitern,so daß Sie heute in eine Gärtnerei kommen in der Sie in allen Fragen der Floristik und der Pflanzen in Haus und Garten  kompetent beraten und versorgt werden.

 

Martin Wrede